Intern
    Studierendenkanzlei

    Bewerbung bei der Universität für das 1. Fachsemester

    Grundlage für die Vergabe zulassungsbeschränkter Studiengänge:

    Verordnung  über die Hochschulzulassung an den staatlichen Hochschulen in Bayern (HZV) und über die Hochschulzulassungssatzung der Julius-Maximilians-Universität in der jeweils geltenden Fassung.

    Zulassungsverfahren:

    Hauptverfahren:
    Die Studienplätze werden in einem Hauptverfahren nach der untern beschriebenen Zulassungsreihenfolge vergeben. Den zugelassenen Bewerbern wird eine Frist gesetzt, bis zu der sie die Annahme des Studienplatzes erklären und sich einschreiben können.

    Nachrückverfahren:
    Stehen danach noch freie Plätze zur Verfügung, werden Nachrückverfahren durchgeführt. An einem Nachrückverfahren nehmen alle Bewerber teil, die im Hauptverfahren eine Ablehnung erhielten.
    Die Nachrückverfahren sind beendet, wenn keine Studienplätze mehr zur Verfügung stehen oder wenn keine form- und fristgerechten Zulassungsanträge mehr vorliegen, spätestens bis 4 Wochen nach Vorlesungsbeginn.

    Losverfahren:
    Stehen nach Beendigung der Nachrückverfahren in einem Studiengang noch freie Plätze zur Verfügung, so werden diese Plätze an Bewerber vergeben, die sich fristgerecht um die Teilnahme am Losverfahren beworben haben.

    Seit dem Sommersemester 2009 werden Zulassungs- oder Ablehungsbescheide nicht mehr postalisch versandt. Die Mitteilung darüber, dass die Zulassungsverfahren durchgeführt wurden, erfolgt per Mail. Bewerber sind verpflichtet, ihr Zulassungsergebnis selbstständig und eigenverantwortlich über die Infofunktion abzufragen und sich ihren Zulassungs- oder Ablehnungsbescheid auszudrucken.

    Keine Automatische Höherstufung:

    Sollte in dem gewünschten Studiengang eine Zulassung durch die zuständige Stelle (Universität oder Stiftung für Hochschulzulasung) in das erste Fachsemester erfolgen, so erfolgt keine automatische Höherstufung, wenn bei der Einschreibung in das erste Fachsemester anrechenbare oder angerechnete Leistungen vorliegen.

    Beispiel: Der Bewerber hat im Ausland Medizin bis einschl. Physikum studiert; die Prüfung wurde vom Prüfungsamt anerkannt. Sollte sich dieser Bewerber nun bei der Stiftung für Hochschulzulassung als Studienanfänger bewerben und eine Zulassung für das 1. vorklinische Semester Medizin erhalten, wird er nach der Einschreibung nicht automatisch in das 1. klinische Semester hochgestuft.

    Er muß sich vielmehr an der Universität Würzburg für das nächste Bewerbungsverfahren um Zulassung in das gewünschte höhere Fachsemester bewerben.

    Zulassungsreihenfolge:

    An erster Stelle erhalten die bevorzugten Bewerber (also diejenigen Bewerber, die bereits aufgrund einer Bewerbung für den gewünschten Studiengang zugelassen wurden, die Zulassung aber wegen eines abzuleistenden Dienstes (s.u.) nicht verwirklichen konnten) einen Studienplatz,

    Danach werden

    • 2 v.H. für Fälle außergewöhnlicher Härte,
    • 4 v.H. für die Fälle, in denen die Qualifikation für den gewählten Studiengang in einem anderen noch nicht abgeschlossenen Studiengang an einer Hochschule erworben wurde,
    • 4 v.H. für die Auswahl für ein Zweitstudium,
    • 5 v.H. für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und Staatenlosen
    • 1 v.H. für beruflich Qualifizierte ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung
    • 2 v.H. für Spitzensportler, die einem auf Bundesebene gebildeten A-, B- oder C-Kader angehören

    reserviert (Sonderquoten).

    Die verbleibenden Studienplätze werden

    • zu 25 v.H. nach dem Grad der Qualifikation,
    • zu 10 v.H. nach Wartezeit und
    • zu 65 v.H. nach dem Ergebnis eines Hochschulauswahlverfahrens (Hochschulauswahlquote)

    vergeben.

    Bei Ranggleichheit innerhalb der o.a. Quoten wird vorrangig ausgewählt, wer durch eine Bescheinigung glaubhaft macht, dass der Dienst in vollem Umfang abgeleistet ist oder bei einer Bewerbung zum Sommersemester bis 30. April und bei einer Bewerbung zum Wintersemester bis 31. Oktober abgeleistet sein wird oder glaubhaft macht, dass bis zu den genannten Zeitpunkten mindestens 6 Monate Dienst ausgeübt sein werden [Informationen zum Dienst ].

    Besteht danach immer noch Ranggleichheit, entscheidet das Los.

    Im Folgenden sollen die wichtigsten Quoten erläutert werden:

    1. Bevorzugte Auswahl

    Bewerber, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt für das beantragte Studium an der Universität Würzburg zugelassen und an der Einschreibung wegen eines "Dienstes" gehindert waren, erhalten vor allen anderen Bewerbern bevorzugt eine Zulassung. Dieser Anspruch auf bevorzugte Zulassung gilt jedoch längstens bis zum zweiten Bewerbungstermin, der auf das Dienstende folgt. Bei neu eingeführten Zulassungsbeschränkungen gilt diese Regelung sinngemäß auch für alle Bewerber, die aufgrund eines Dienstes daran gehindert waren, das nun neu zulassungsbeschränkte Studium vor Einführung der Zulassungsbeschränkung aufzunehmen.

     Folgende Tätigkeiten werden als Dienst anerkannt:

    • Wehrdienst oder Dienst beim Bundesgrenzschutz bis zur Dauer von 3 Jahren
    • Bundesfreiwilligendienst nach dem Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst
    • Zivildienst
    • freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr
    • der Dienst "Weltwärts"
    • der Dienst "Kulturwelt"
    • Internationaler Jugendfreiwilligendienst
    • eine mindestens zweijährige Tätigkeit als Entwicklungshelfer
    • die Betreuung oder Pflege eines Kindes oder sonstigen Angehörigen bis zur Dauer von drei Jahres, sofern diese Tätigkeit vollzeitbeanspruchend ausgeübt wurde und sie von ihrem Umfang und Intensität mit den übrigen Diensten vergleichbar ist

    Ein Berufsvorbereitendes Soziales Jahr (BSJ) ist kein anerkanntes Soziales Jahr im Sinne des Gesetzes zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG)

    2. Grad der Qualifikation (25 Prozent)

    Der Grad der Qualifikation ist die Durchschnittsnote Ihrer Hochschulzugangsberechtigung.

    3. Wartezeit (10 Prozent)

    Als Wartezeit werden alle vollen Halbjahre berücksichtigt, die seit dem Erwerb Ihrer Hochschulzugangsberechtigung verstrichen sind. Halbjahre sind die Zeit vom 1. April bis zum 30. September eines Jahres (Sommersemester) und die Zeit vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 31. März des folgenden Jahres (Wintersemester). Zeiten, in denen Sie an einer Hochschule im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland eingeschrieben waren, gelten nicht als Wartezeit. Dies gilt nicht für Zeiten eines Studiums an einer Hochschule in den neuen Bundesländern vor dem 1. April 1991. Diese Zeit wird als Wartezeit berücksichtigt.

    Haben Sie vor dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung einen berufsqualifizierenden Abschluss außerhalb einer Hochschule vor dem 16.07.2007 erlangt, werden bis zu zwei Halbjahre als Wartezeit anerkannt; ist die Hochschulzugangsberechtigung vor dem 16.01.2002 erworben worden, wird die Zahl der Halbjahre um bis zu vier erhöht.

    4. Hochschulauswahlquote (65 Prozent)

    Innerhalb dieser Quote werden an der Universität Würzburg die Studienplätze nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung vergeben.

    5. Sonderanträge

    Zusätzlich können zum Zulassungsantrag Sonderanträge gestellt werden. Beachten Sie bitte, dass ein Sonderantrag nur anerkannt werden kann, wenn die jeweiligen strengen Voraussetzungen erfüllt sind.

    Sonderanträge sind grundsätzlich zeitgleich mit dem Zulassungsantrag zu stellen.

    Nachteilsausgleich

    Der Antrag ist grundsätzlich zeitgleich mit dem Zulassungsantrag zu stellen.
    Durch einen Antrag auf Nachteilsausgleich sollten besondere persönliche, nicht von ihnen zu vertretende Gründe, die sich nachteilig auf Ihre Durchschnittsnote oder Wartezeit ausgewirkt haben, berücksichtigt werden. Ein anerkannter Antrag auf Nachteilsausgleich führt zur Verbesserung Ihrer Durchschnittsnote (sh. Nr.  2) oder Ihrer Wartezeit (sh. Nr. 3). Ein Antrag auf Nachteilsausgleich kann nicht gestellt werden, wenn Sie sich für ein Zweitstudium bewerben.

    Härtefall

    Der Antrag ist grundsätzlich zeitgleich mit dem Zulassungsantrag zu stellen.
    Für Fälle außergewöhnlicher, insbesondere sozialer Härte, können 2 Prozent der Studienplätze vergeben werden. Der Bewerber muß so schwerwiegende gesundheitliche, soziale oder familiäre Gründe nachweisen, daß ihm nicht zugemutet werden kann, das beabsichtigte Studium zu einem späteren Zeitpunkt zu beginnen. Die Zulassungsregeln von hochschulstart.de in Dortmund für Härtefallanträge gelten sinngemäß.

    6. Zweitstudienbewerber

    Falls ein Bewerber zum Zeitpunkt der Bewerbung ein Studium an einer deutschen Hochschule in einem anderen Studiengang (auch Fachhochschulstudiengang) erfolgreich abgeschlossen hat, ist er ein sogenannter "Zweitstudienbewerber" und konkurriert nur mit Bewerbern, die bereits ein Studium abgeschlossen haben. Bei Zweitstudienbewerbern erfolgt die Auswahl nicht nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung oder der Wartezeit, sondern ausschließlich nach den Gründen für das Zweitstudium und nach der Abschlussnote des Erststudiums. Für beide Kriterien werden Punkte vergeben. Die Zulassungsregeln von hochschulstart.de in Dortmund für Zweitstudienbewerber gelten sinngemäß.

    Informationsblatt mit Antrag finden Sie bei hochschulstart.de "Studiengänge mit bundesweitem Numerus Clausus:: Downloads :: Merkblätter & Übersichten "

    Hinweis:

    Wer bei hochschulstart.de wissenschaftliche Gründe für ein Zweitstudium in den Studiengängen Medizin, Zahnmedizin oder Pharmazie geltend machen möchte, muß bei der Universität Würzburg, Referat für Studienangelegenheiten, Sanderring 2, 97070 Würzburg bis spätestens

    • 15. Dezember für ein Sommersemester und
    • 15. Juni für ein Wintersemester

    die Erstellung eines Hochschulgutachtens beantragen. Den erforderlichen Antrag hierfür finden Sie ebenfalls im o.g. Merkblatt.

    1. Prüfungsergebnis des Erststudiums

    Noten ausgezeichnet und sehr gut: 4 Punkte
    Noten gut und vollbefriedigend: 3 Punkte
    Note befriedigend: 2 Punkte
    Note ausreichend:1 Punkt

    2. Gründe für das Zweitstudium

    Fallgruppe 1 - zwingende berufliche Gründe -

    Es wird ein Beruf angestrebt, der nur aufgrund zweier abgeschlossener Studiengänge ausgeübt werden kann: 9 Punkte

    Fallgruppe 2 - wissenschaftliche Gründe -

    Das Zweitstudium ist aus wissenschftlichen Gründen zu befürworten. Es wird im Hinblick auf eine spätere Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung auf der Grundlage der bisherigen wissenschaftlichen und praktischen Tätigkeit eine weitere wissenschaftliche Qualifikation in einem anderen Studiengang angestrebt:

    • 7 Punkte, wenn die wissenschaftlichen Gründe gewichtig und durch den wissenschaftlichen Werdegang belegt sind.
    • 9 Punkte, wenn die wissenschaftlichen Gründe von besonderem Gewicht und durch die bisherigen Leistungen belegt sind.
    • 11 Punkte, wenn die Gründe von überragender wissenschaftlicher Bedeutung, durch hervorragende Leistungen belegt und von besonderem allgemeinen Interesse sind.


    Fallgruppe 3
    - besondere berufliche Gründe -

    Die berufliche Situation wird dadurch erheblich verbessert, daß der Abschluß des Zweitstudiums das Erststudium sinnvoll ergänzt. Wird durch die Aufnahme des Zweitstudiums lediglich ein Berufswechsel angestrebt, können besondere berufliche Gründe nicht bejaht werden: 7 Punkte

    Fallgruppe 4 - sonstige berufliche Gründe -

    Obwohl das weitere Studium keine sinnvolle Ergänzung zum Erststudium darstellt, wird die berufliche Situation durch das Zweitstudium aus sonstigen Gründen erheblich verbessert: 4 Punkte

     
    Fallgruppe 5 - sonstige Gründe -

    Keiner der vorgenannten Gründe: 1 Punkt

    7. Beruflich qualifizierte Bewerber

    Im Zulassungsverfahren gibt es eine gesonderte Quote für beruflich qualifizierte Bewerber. Der Anteil dieser Quote beträgt 1 Prozent der Studienplätze im jeweiligen Studiengang. Die Auswahl der Bewerber erfolgt nach der Note der Berufsausbildung bzw. Note der beruflichen Fort-/Weiterbildungsprüfung.

    Wichtig: Für beruflich qualifizierte Bewerber ist der Hochschulzugang nur über ein Beratungsgespräch eröffnet. Als Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung müssen diese ihrer Bewerbung daher eine Bescheinigung über das erfolgte Beratungsgespräch und den Erwerb des allgemeinen Hochschulzugangs bzw. den Erwerb der Berechtigung für ein Probestudium beifügen. Ausführliche Infos hierzu.

    8. Spitzensportler

    Im Zulassungsverfahren gibt es eine gesonderte Quote für Spitzensportler, die einem auf Bundesebene gebildeten A-, B- oder C-Kader eines Bundesfachverbands des Deutschen Olympischen Sportbunds angehören. Der Anteil dieser Quote beträgt 2 Prozent der Studienplätze im jeweiligen Studiengang. Die Auswahl der Bewerber erfolgt nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung.

    Ein Beispiel

    Liegen mehr Bewerbungen vor, als Studienplätze vorhanden sind, wovon regelmäßig ausgegangen werden kann, so muß innerhalb vorgenannten Quoten Qualifikation, Wartezeit und Auswahlverfahren der Hochschule eine Auswahl unter den Bewerbern erfolgen. Jeder Bewerber wird daher, soweit er nicht in eine Sonderquote fällt, innerhalb dieser drei Quoten entsprechend seiner Durchschnittsnote oder Wartezeit berücksichtigt. Auf die zur Verfügung stehenden Plätze der jeweiligen Quote werden dann die Bewerber entsprechend ihrer Rangfolge ausgewählt, d.h. Bewerber mit einer besseren Durchschnittsnote oder mehr Wartezeit kommen vor Bewerbern mit einer schlechteren Durchschnittsnote oder weniger Wartezeit. Sollten bei Ranggleichheit innerhalb der Quoten die vorhandenen Plätze nicht mehr für alle Bewerber ausreichen, mussen ein sogenanntes Hilfskriterium über die weitere Auswahl entscheiden. Ergibt sich z.B. eine Auswahlgrenze nach dem Grad der Qualifikation von 2,4 und es sind mehr Bewerber mit der Durchschnittsnote 2,4 als verbleibende Plätze vorhanden, so entscheidet ein abgeleisteter Dienst und sollte dann immer noch Ranggleichheit zwischen Bewerbern bestehen und die verbleibenden Plätze immer noch nicht ausreichen, das Los.

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    Kontakt

    Universität Würzburg
    Sanderring 2
    97070 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-0
    Fax: +49 931 31-82600

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